Du möchtest deine Wohnräume mit einzigartigen, handgefertigten Akzenten aufwerten und fragst dich, wie du moderne Strickdecken ganz einfach selber machen kannst? Dann bist du hier genau richtig, denn wir zeigen dir, wie du mit den richtigen Materialien und Techniken beeindruckende Strickdecken kreierst, die nicht nur gemütlich, sondern auch stilvolle Designobjekte sind.
Das sind die beliebtesten Filz Produkte
Warum eine Strickdecke selber machen?
Eine selbstgemachte Strickdecke ist weit mehr als nur ein warmes Accessoire für kalte Tage. Sie ist ein Ausdruck deiner Kreativität, ein Zeichen von Wertschätzung, wenn sie als Geschenk dient, und eine fantastische Möglichkeit, deinem Zuhause eine persönliche Note zu verleihen. Moderne Strickdecken zeichnen sich durch ihre oft schlichten, aber wirkungsvollen Designs aus, die sich nahtlos in verschiedenste Einrichtungsstile integrieren lassen. Ob im skandinavischen Stil mit klaren Linien, im Boho-Look mit verspielten Mustern oder im minimalistischen Ambiente – eine handgestrickte Decke setzt immer ein Statement. Darüber hinaus ermöglicht dir das Selbermachen eine volle Kontrolle über Material, Farbe und Größe, sodass deine Decke exakt deinen Vorstellungen entspricht. Du kannst auf hochwertige, natürliche Fasern wie Merinowolle, Baumwolle oder Alpakawolle zurückgreifen, die nicht nur angenehm auf der Haut sind, sondern auch für Langlebigkeit und eine luxuriöse Haptik sorgen.
Die Auswahl des richtigen Materials für deine moderne Strickdecke
Das Herzstück jeder Strickdecke ist das Garn. Für moderne Designs eignen sich besonders gut folgende Materialien:
- Merinowolle: Extrem weich, wärmeisolierend und atmungsaktiv. Sie hat eine feine Kräuselung, die der Decke eine schöne Textur verleiht und sie leicht macht. Merinowolle ist auch hypoallergen und geruchsneutralisierend. Ideal für Strickdecken, die ein luxuriöses Gefühl vermitteln sollen.
- Baumwolle: Eine gute Wahl für Ganzjahresdecken oder für Sommerhäuser. Baumwolle ist atmungsaktiv, strapazierfähig und pflegeleicht. Sie hat einen schönen Fall und ist in einer riesigen Farbvielfalt erhältlich. Achte auf mercerisierte Baumwolle für einen glänzenden Look oder auf Bio-Baumwolle für eine nachhaltige Option.
- Alpakawolle: Ähnlich weich wie Merinowolle, aber oft noch wärmer und hypoallergener. Alpakafasern sind hohl, was sie besonders isolierend macht. Sie sind auch sehr strapazierfähig und fusseln weniger als viele andere Wollarten. Eine Alpakadecke ist eine Investition in pure Gemütlichkeit.
- Acryl und Mischgarne: Diese sind oft preisgünstiger und pflegeleichter als reine Naturfasern. Moderne Acrylgarnen sind in vielen Farben und Texturen erhältlich und können eine gute Option sein, wenn du eine Decke für den täglichen Gebrauch suchst, die leicht zu reinigen ist. Mischgarne kombinieren die Vorteile verschiedener Fasern, zum Beispiel die Wärme von Wolle mit der Strapazierfähigkeit von Acryl.
- Garnstärke: Für moderne Strickdecken sind oft dickere Garne beliebt. Diese ermöglichen ein schnelleres Arbeiten und erzeugen eine voluminöse, kuschelige Optik. Garne im Chunky- oder Super-Chunky-Bereich sind hier ideal.
Gängige Stricktechniken für moderne Decken
Bei der Gestaltung moderner Strickdecken geht es oft um schlichte Eleganz und interessante Texturen. Hier sind einige Techniken, die du nutzen kannst:
- Glatt rechts stricken: Die einfachste Technik, bei der du abwechselnd eine Reihe rechte und eine Reihe linke Maschen strickst. Dies erzeugt eine glatte, ebenmäßige Oberfläche. Für mehr Interesse kannst du mit verschiedenen Garnstärken oder Farben experimentieren.
- Rippenmuster: Durch das abwechselnde Stricken von rechten und linken Maschen in derselben Reihe (z.B. 2 rechts, 2 links) entstehen vertikale Rippen, die der Decke Struktur und Elastizität verleihen. Dieses Muster ist sehr beliebt für moderne Designs.
- Kraus rechts stricken: Hier strickst du jede Masche in jeder Reihe rechts. Dies erzeugt ein waffelartiges Muster, das sehr dekorativ ist und sich nicht einrollt.
- Ajourmuster (Lochmuster): Dezente Lochmuster können einer Decke Leichtigkeit und Raffinesse verleihen, ohne sie zu überladen. Wähle hierbei Muster mit größeren, geometrischen Formen oder wiederholenden Elementen.
- Zopfmuster: Moderne Interpretationen von Zopfmustern, oft in größerem Maßstab oder mit breiteren Zöpfen, können eine beeindruckende Wirkung erzielen. Sie erfordern etwas mehr Übung, belohnen aber mit einer tollen Haptik und Optik.
- Finger-Stricken / Arm-Stricken: Für ein besonders rustikales und voluminöses Ergebnis kannst du auch ganz ohne Nadeln stricken. Diese Technik ist schnell und erzeugt sehr dicke, kuschelige Decken, die perfekt für einen modernen, gemütlichen Look sind.
Anleitungen für verschiedene Strickdecken-Designs
Moderne Strickdecken können in ihrer Form und ihrem Stil variieren. Hier sind einige beliebte Konzepte:
Die schlichte, einfarbige Decke
Das einfachste, aber oft wirkungsvollste Design. Wähle ein hochwertiges Garn in deiner Lieblingsfarbe und stricke es in einem klassischen Muster wie Glatt rechts oder Rippenmuster. Die Schönheit liegt hier im Material und der perfekten Ausführung. Eine solche Decke wirkt in jedem Raum als stilvoller Blickfang.
Die geometrische Farbblock-Decke
Diese Decken spielen mit klaren Farbflächen und geometrischen Formen. Du kannst verschiedene Farben so anordnen, dass sie ein modernes Muster ergeben. Techniken wie das Jaquardstricken oder das Stricken mit mehreren Fäden gleichzeitig (Fair Isle) kommen hier zum Einsatz, sind aber für Anfänger oft durch das „Intarsienstricken“ (jede Farbfläche wird separat gestrickt und an der Wechselstelle verbunden) gut umsetzbar.
Die Textur-Decke
Hier steht die Haptik im Vordergrund. Kombiniere verschiedene Strickmuster, um eine Decke mit viel Tiefe und Charakter zu schaffen. Ein Mix aus Rippen, Zöpfen und glatten Flächen kann sehr spannend wirken. Achte darauf, dass die Muster harmonieren und nicht zu chaotisch wirken.
Die extragroße XL-Decke
Diese Decken, oft im Arm- oder Fingerstrick-Stil oder mit superdicken Nadeln und Garnen gefertigt, sind ein Statement für Gemütlichkeit. Sie sind relativ schnell gemacht und haben einen beeindruckenden Wow-Effekt. Perfekt zum Einkuscheln auf dem Sofa.
Die Patchwork-Decke
Mehrere kleinere Quadrate oder Rechtecke, die separat gestrickt und dann zu einer großen Decke zusammengenäht werden. Dies ermöglicht dir, verschiedene Farben und Muster zu kombinieren und ist auch ideal, um Garnreste zu verarbeiten.
Benötigte Materialien und Werkzeuge
Bevor du startest, stelle sicher, dass du Folgendes zur Hand hast:
| Kategorie | Beschreibung | Beispiele |
|---|---|---|
| Garn | Wähle deine bevorzugte Faser und Garnstärke entsprechend deinem Design. Berücksichtige die empfohlene Nadelstärke auf der Banderole. | Merinowolle Chunky, Baumwolle DK, Alpakawolle Super Chunky, Acrylgarn |
| Stricknadeln | Passend zur Garnstärke. Für moderne Decken sind oft Rundstricknadeln mit einer Länge von 80-100 cm ideal, da sie das Gewicht der Decke besser verteilen. Auch dicke Holz- oder Bambusnadeln sind gut geeignet. | Rundstricknadeln (8mm, 10mm, 12mm oder dicker), gerade Nadeln (nur für kleinere Projekte/Teile) |
| Schere | Zum Abschneiden der Fäden. Eine gute, scharfe Schere ist unerlässlich. | Stoffschere oder kleine, scharfe Handarbeitsschere |
| Maschenmarkierer | Zum Markieren von Mustern, Rändern oder Wiederholungen. | Kleine Kunststoffringe oder Sicherheitsnadeln |
| Wollnadel/Stopfnadel | Zum Vernähen der Fäden und ggf. zum Zusammennähen von Teilen. Eine Nadel mit großem Öhr ist hier praktisch. | Ledernadel, stumpfe Stopfnadel mit großem Öhr |
| Optional: Häkelnadel | Manchmal nützlich zum Aufnehmen von Maschen oder zum Fixieren von Kanten. | Passende Größe zur Garnstärke |
| Optional: Maßband | Um die Maße deiner Decke während des Strickens zu überprüfen. | Stoffmaßband oder flexibles Maßband |
Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine einfache Strickdecke
Diese Anleitung ist für eine schlichte, rechteckige Decke im Glatt-rechts-Muster mit Rundstricknadeln konzipiert. Du kannst sie natürlich an deine Wunschmaße und Garnstärke anpassen.
1. Vorbereitung und Maschenprobe
Bevor du beginnst, ist eine Maschenprobe essenziell. Schlage mit deinem Garn und den gewählten Nadeln etwa 20 Maschen an und stricke ca. 10-15 Reihen im Glatt-rechts-Muster. Miss dann, wie viele Maschen und Reihen du auf 10 cm kommst. So kannst du berechnen, wie viele Maschen du für deine gewünschte Deckenbreite benötigst.
2. Maschenanschlag
Schlage die berechnete Anzahl an Maschen für die Breite deiner Decke auf deine Rundstricknadeln an. Achte darauf, den Faden nicht zu straff zu ziehen, damit die unterste Kante der Decke elastisch bleibt.
3. Stricken des Körpers
Stricke nun in Reihen im Glatt-rechts-Muster, bis deine Decke die gewünschte Länge erreicht hat. Das bedeutet: Eine Reihe rechte Maschen, dann eine Reihe linke Maschen, immer im Wechsel. Wenn du eine sehr große Decke strickst, ist es ratsam, Maschenmarkierer alle 20-30 Maschen zu setzen, um die Übersicht zu behalten und ein gleichmäßiges Muster zu gewährleisten.
4. Musterwechsel (optional)
Du kannst mittendrin das Muster wechseln, z.B. von Glatt rechts zu einem Rippenmuster, um interessante Effekte zu erzielen. Achte darauf, den Übergang möglichst nahtlos zu gestalten.
5. Abketten
Wenn deine Decke die gewünschte Länge erreicht hat, musst du die Maschen abketten. Stricke die letzten paar Maschen der Reihe, und mit der nächsten Masche strickst du diese und die vorangegangene Masche gemeinsam ab. Wiederhole dies, bis alle Maschen abgekettet sind. Achte auch hier darauf, nicht zu straff abzuketten, damit die obere Kante nicht einzieht.
6. Fäden vernähen
Schneide den Faden mit ausreichend Rest ab und ziehe ihn durch die letzte Masche. Nun werden alle überstehenden Fäden mit der Wollnadel sorgfältig auf der Rückseite der Decke vernäht. Achte darauf, die Fäden gut zu verankern, damit sie sich nicht lösen.
7. Spannen und Blocken (optional, aber empfohlen)
Besonders bei Naturfasern kann das Spannen (Blocken) deiner Decke das Endergebnis erheblich verbessern. Feuchte die Decke leicht an (nicht tropfnass) und lege sie auf eine weiche Unterlage (z.B. eine Yogamatte oder Schaumstoffplatten). Ziehe sie vorsichtig in die gewünschte Form und Größe und stecke sie mit Stecknadeln fest. Lasse sie vollständig trocknen. Dies glättet die Maschen, bringt das Muster zur Geltung und sorgt für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild.
Pflege deiner selbstgemachten Strickdecke
Die richtige Pflege sorgt dafür, dass deine Decke lange schön bleibt:
- Waschen: Prüfe immer das Etikett des Garns. Viele Wolle- oder Alpakadecken sollten per Hand mit kaltem Wasser und einem speziellen Wollwaschmittel gewaschen werden. Baumwoll- oder Acryldecken sind oft maschinenwaschbar im Schonwaschgang.
- Trocknen: Niemals in den Trockner geben! Lege die Decke flach auf ein Trockengestell oder mehrere Handtücher, um sie vor direkter Sonneneinstrahlung und Heizkörperwärme geschützt trocknen zu lassen.
- Aufbewahrung: Lagere deine Decke an einem gut belüfteten Ort. Bei Wollprodukten kann es sinnvoll sein, Lavendelsäckchen oder Zedernholzstücke zur Abwehr von Motten zu verwenden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Moderne Strickdecken selber machen
Wie lange dauert es, eine Strickdecke zu machen?
Die Dauer hängt stark von der Garnstärke, der Nadelgröße, der Komplexität des Musters und deiner persönlichen Strickgeschwindigkeit ab. Eine einfache Decke aus Chunky-Garn kann mit etwas Übung in wenigen Tagen fertig sein, während eine Decke aus feinerem Garn und mit aufwendigeren Mustern mehrere Wochen dauern kann.
Welches Garn ist am besten für eine Anfänger-Decke geeignet?
Für Anfänger empfehlen sich dicke, glatte Garne wie Chunky-Wolle, Acryl oder Baumwolle. Diese lassen sich gut greifen und die Maschen sind auf großen Nadeln gut sichtbar. Einfache Muster wie Glatt rechts oder Kraus rechts sind ideal, um die Technik zu lernen.
Kann ich auch verschiedene Garne für eine Decke verwenden?
Ja, das ist möglich, aber du musst darauf achten, dass die Garne eine ähnliche Garnstärke und ähnliche Wascheigenschaften haben. Unterschiedliche Fasern können sich beim Waschen anders verhalten, was zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen kann.
Wie vermeide ich, dass sich die Ränder meiner Decke einrollen?
Das Einrollen passiert oft bei Glatt-rechts-Gestrick, besonders bei Wolle. Du kannst dies vermeiden, indem du an beiden Rändern einen kleinen Streifen im Kraus-rechts-Muster strickst (z.B. 5-10 Maschen breit) oder indem du ein Muster wählst, das sich von Natur aus nicht einrollt, wie Kraus rechts oder ein Rippenmuster über die gesamte Breite.
Wie kann ich die Größe meiner Decke bestimmen?
Messe eine Decke aus, deren Größe dir gefällt, oder lege fest, wofür die Decke gedacht ist (z.B. als Überwurf für ein Einzelbett, als Kuscheldecke für das Sofa). Rechne dann mit Hilfe deiner Maschenprobe die benötigte Maschenzahl für die Breite und die Reihenzahl für die Länge aus.
Brauche ich spezielle Fähigkeiten, um moderne Strickdecken zu machen?
Die grundlegenden Strickfähigkeiten wie Maschenanschlag, rechte und linke Maschen sowie Abketten sind notwendig. Für komplexere Muster wie Zöpfe oder Ajourmuster benötigst du etwas mehr Übung, aber es gibt viele einfache Anleitungen für Anfänger, die dennoch sehr moderne Ergebnisse erzielen.